Barcelona, Spanien(?)

Als ich vor ein paar Wochen nach Barcelona geflogen bin, wurde ich wiederholt auf die Lage in Katalonien angesprochen: „Da sind doch auch gerade Spannungen“ und „die Situation in Barcelona ist doch seit einigen Wochen am Eskalieren“. Meine Reise hatte allerdings keine politischen Hintergründe, ich war vielmehr einer spontanen Einladung einiger Freunde gefolgt und stand jetzt, früh morgens, nachdem ich festgestellt hatte, dass ich um ein paar Minuten den Bus Richtung Flughafen verpasst hatte, ratlos an der Bushaltestelle am Rathaus Steglitz. Es war kalt und noch dunkel als ich die Wohnung verließ und wie jedes Mal, wenn ich früh morgens nach Schönefeld fuhr, hatte ich meinen Koffer am Vorabend nicht fertig gepackt und meinen Pass verlegt. Aber Pünktlichkeit gehört ohnehin nicht zu meinen Stärken, da bin ich konsequent -auch wenn ich einen Flieger erwischen muss. Das letzte Mal hatte ich Ende 2016 in Tel Aviv meinen Rückflug verpasst und musste mich, nachdem ich hektische anderthalb Stunden mit dem Versuch verbracht hatte, den Flieger nach Berlin doch noch zu erwischen, auf den Rückweg nach Jerusalem machen. Mission in den Sand gesetzt. In solchen Situationen erkenne ich immer wieder, dass man beim ersten Klingeln des Weckers aufsteht, besser auf den zweiten Café in der Lieblingscafetería verzichtet und beiläufige Gespräche kurz hält. Denn wegen schlechter Zeitplanung einen Flug zu verpassen, ist einer der lästigsten Wege sein Geld zu verschwenden wie ich schon mehrmals habe feststellen müssen.

Nachdem ich den Flug auf einem unbequemen Sitz verbracht hatte, der sich wie ein mit Schaumstofffolie überzogener Campingklappstuhl angefühlt hatte –was er wahrscheinlich auch war- setzte ich mich in El Prat in ein Café in der Wartehalle direkt neben eine der großen Fensterfronten, die den Blick auf die schmale Straße mit der wartenden Reihe von Taxis vor dem Eingang freigab. Es war regnerisch und trotzdem warm und nach dem Flug genoss ich das morgendlich geschäftige Treiben auf dem Flughafen ohne mich selbst daran beteiligen zu müssen. Der 1918 erbaute Flughafen hatte sich dem stetig wachsenden Andrang von Touristen angepasst und war vor ein paar Jahren, nachdem sich Barcelona in eine der beliebtesten Metropolen und Reiseziele Europas verwandelt hatte, mit einem zusätzlichen Terminal erweitert worden. Nach einigen Minuten klingelte mein Handy und als ich aufsah, stand auch schon Henry vor mir der mich nach einer eiligen Umarmung und den Worten „Mach schnell, ich stehe in zweiter Spur!“ aus der Wartehalle und zum „Napo“ zog. Der „Napo“, wie ihn Henry liebevoll nannte, repräsentierte das etwas in die Jahre gekommene Modell eines Minivans mit dem wir, Henry, seine Frau Ofelia, ein sich ständig wechselndes Grüppchen reisefreudiger Freunde und Bekannter und ich, vor ein paar Jahren nach Paris, Frankreich gefahren waren. Henry hatte sich damals irgendeine Militärparade ansehen wollen und da uns „der Napo“ auf der Strecke mehr als einmal im Stich gelassen hatte, hatten wir, während irgendwelche provisorischen Vorkehrungen am Motor getroffen wurden um den Napo wieder auf die Straße zu bringen, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in glühender Mittagshitze mehrere Stunden neben dem Vehikel ausharren müssen. Darum waren meine Erinnerungen an den Bus weniger warm, auch wenn ich das Henry gegenüber niemals zugeben würde. Henry ist ein Soldat mit kaputten Knien der sich selbst als „muy Indio“ bezeichnet, in Barcelona mit Renovierungsarbeiten über Wasser hält und dazu neigt die Nerven zu verlieren wenn er kein Bier in der Hand hält und nicht gerade an irgendetwas herum schraubt. Vielleicht mag Henry den Napo deshalb.

Heute jedenfalls war Henry gut gelaunt und redete während der Fahrt ins Zentrum unentwegt über seine Pläne für meinen Aufenthalt. Offenbar hatte er Kontakt zu zwei Bayern hergestellt die sich gerade eine Wohnung am Hafen gekauft und mit dessen Ausstattung sie Henry beauftragt hatten. Letzterer wollte mich nun als Innendesignerin und Dolmetscherin in sein Projekt mit einbeziehen. Ofelia und Henry bewohnten seit einigen Jahren eine relativ kleine Mietwohnung unweit der Sagrada Familia. Zwei der Zimmer dieser Wohnung vermieten die beiden regelmäßig an Freunde und Bekannte unter. Das liegt vor allem daran, dass die Immobilienpreise in Barcelona im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen ausgesprochen teuer sind. Auch wenn Henry Glück hat und ihn seine Auftraggeber angemessen bezahlen, reicht das gemeinsam mit Ofelia verdiente Geld nicht für die Miete einer eigenen Wohnung aus. Als Ofelia letztes Jahr ihren Master in Mikrobiologie abgeschlossen hat; hatten Henry und ich der Abschlusszeremonie beigewohnt und zu meinem Erstaunen hatte sich der ansonsten sehr distanziert, fast abweisend wirkende Henry zu diesem Anlass ein paar Tränen der Rührung aus den Augenwinkeln wischen müssen.

Jetzt allerdings, ein knappes Jahr später, steht Ofelia wieder hinter dem Tresen derselben Cafetería in der ich sie vor neun Jahren kennengelernt habe und bedient mit flinken Handgriffen die silberne Kaffeemaschine neben dem Eingang. Das zentrale Lokal gehört zu einer Kette, die in den 90er Jahren von ausländischen Investoren gegründet worden war und deren Hauptaktiva aus mehreren zentral gelegenen Immobilien besteht, in denen die Cafés eingerichtet wurden. Jede Filiale hat insgesamt acht bis neun Angestellte und einen durchschnittlichen Tagesumsatz von 2.400 Euro. Das Monatseinkommen eines Angestellten mit mehrjähriger Erfahrung in der Gastronomie beläuft sich auf ungefähr eintausend Euro. Allerdings unterscheiden sich in Barcelona und im gesamten Königreich Spanien die Gehälter eines Kellners kaum von denen anderer Wirtschaftsbereiche, deren Arbeitnehmer in der Regel über einen tertiären Bildungsgrad verfügen müssen. Innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums wird auf dem deutsch- und englischsprachigen Arbeitsmarkt der für eine fachliche Ausbildung erforderliche zeitliche und finanzielle Aufwand durch verhältnismäßig skalierte Einkommensstufen ausgeglichen. So beträgt beispielsweise die durchschnittliche Abweichung zwischen dem Gehalt eines Wirtschaftsprüfers in Spanien und dem Einkommen einer vergleichbaren Arbeitsstelle in Deutschland rund einhundert Prozent (in England und der Schweiz ist diese Abweichung wesentlich höher). Dennoch betrug 2015 die Akademikerquote der 30- bis 34-Jährigen in Spanien rund 41 Prozent, wohingegen der Bevölkerungsanteil mit tertiärem Bildungsabschluss in Deutschland mit 32,3 Prozent 6,4% unter dem europäischen Durschnitt lag [1] (diese Tatsache scheint besonders erstaunlich, da in Spanien nur 4,3% des Bruttoinlandsproduktes in den Bildungssektor investiert werden, in Deutschland und beispielsweise den USA sind es dagegen 4,9% [2]). Die Einkommensstruktur des katalanischen Arbeitsmarktes unterscheidet sich von dem der anderen 16 Gemeinschaften Spaniens kaum. Das trifft auch auf die Arbeitslosenquote Kataloniens zu, die 2015 bei 21,18% lag [3];[4] Allerdings befanden sich 2015 fast die Hälfte aller 15 bis 24 jährigen Spanier in keinem Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis. Damit liegt Spanien zwischen Italien (40%) und Griechenland (50%) am hinteren Ende der 28 europäischen Mitgliedstaaten [5]. Die ökonomischen Konsequenzen derart hoher Jugendarbeitslosigkeitsquoten können in Anbetracht der Entwicklung globaler Wirtschaftsfaktoren nur geschätzt werden. Sicher ist jedoch, dass eine der wesentlichen Ressourcen sämtlicher Mitgliedstaaten der Europäischen Union in einer möglichst qualifizierten Arbeitnehmerschaft besteht. Diese ist für jeden Industriestaat erforderlich, um sich auch zukünftig erfolgreich im internationalen Wettbewerb positionieren zu können, denn der internationale Wettbewerb und der Platz, den Industrienationen darin einnehmen, werden zunehmend durch Endprodukte bestimmt, die hochentwickelte Verfahrenstechniken erfordern. Bei einer hohen Jugendarbeitslosigkeit ist die Grundlage der zukünftigen wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit eines Landes entsprechend gefährdet. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts haben sich Katalonien und das Baskenland durch das industrielle Wachstum vom Rest der spanischen Gemeinschaften, die sich aufgrund überdauernder feudaler Eigentumsverhältnisse vornehmlich durch Agrarwirtschaft finanzierten, abgesondert. Diese wirtschaftliche Entwicklung grenzte die beiden Regionen auch gesellschaftlich vom Rest des ansonsten von katholisch-konservativen Traditionen geprägten Spanien ab.

Aber es sind nicht nur wirtschaftliche Gründe, die viele Katalanen als Argument für die angestrebte Unabhängigkeit ansehen: Katalonien hat, im Gegensatz zu den meisten anderen der siebzehn autonomen Gemeinschaften in die sich die iberische Halbinsel untergliedert, seine eigene Sprache, ist größtenteils säkular und bestritt von 1936-1939 zeitweise die einzige erfolgreiche anarchistische Revolution Europas -was dazu führte, dass in Barcelona der Nudismus bis vor Kurzem legitimiert gewesen ist (eine Freiheit die zum Erstaunen vieler Touristen bis vor wenigen Jahren gelegentlich noch genutzt worden war). Zuletzt war die katalanische Autonomie durch Francisco Franco aufgehoben worden. Franco war als der letzte Diktator Westeuropas infolge von drei Herzinfarkten und deren Nachwirkungen 1975 in Madrid verstorben [5] . Aber noch vor dem bereits 1969 eingeleiteten Demokratisierungsprozesses, der Transición, die 1978 mit der Einführung der bis heute anhaltenden Staatsform einer parlamentarischen Monarchie endete, hatten sich die Widerstandsbewegungen in Spanien gegen die Franco-Diktatur intensiviert. Einige der so entstandenen politischen Strömungen, die unabhängig voneinander das gemeinsame Ziel verfolgten, sich vom Regime des Generalísimo zu befreien, konzentrierten sich mit separatistischen Zielen regional und haben die Diktatur bis heute überlebt. Die bekannteste dieser Untergrundorganisationen ist die ETA (Euskadi Ta Askatasuna –Baskenland und Freiheit), die sich traditionell terroristischer Mittel bedient hat um ihre Forderungen nach Autonomie durchzusetzen [6]. Die katalanische Unabhängigkeitsbewegung dagegen hatte man als Außenstehender bislang fast ausschließlich durch die aus Fenstern hängenden Fahnen wahrgenommen. Als wir zwanzig Minuten später die Avenida Diagonal herunterfuhren, sah ich die Modernisme-Gebäude, die mit ihren dunklen Fassaden seit über einem Jahrhundert in erhabener Schönheit die geschäftigen Straßen im Zentrum der Stadt säumen, und die durch aus Fenstern und Balkonen bunt im Wind wehenden Fahnen die Gesinnung ihrer Bewohner kund taten. Dem standen unten, auf dem Asphalt unter den verschnörkelten Eisengeländern, Soldaten mit Maschinengewehren gegenüber, die mit ihrer Anwesenheit den Ernst der politischen Lage in Barcelona erkennen ließen. Über all dem stand, wie der buchstäbliche Punkt auf dem I, Tag und Nacht ein Hubschrauber in der Luft.

Es gibt verschiedene Theorien, mit denen man zu erklären versucht, warum die politischen Beziehungen zwischen Barcelona und der Zentralregierung eskaliert sind. Und wahrscheinlich teilen die meisten dieser Theorien die sehr wahrscheinliche Grundlage wirtschaftlicher Aspekte. Aber in den Bestrebungen der Katalanen ihre Gemeinschaft von Spanien zu lösen spielen auch historische und kulturelle Faktoren eine wichtige Rolle. Und ein Aspekt, der diese politische Debatte in kultureller Hinsicht sehr deutlich veranschaulicht, ist der Stierkampf. Die Ursprünge des spanischen Stierkampfes reichen bis ins Mittelalter zurück und die meisten Spanier betrachten den Stierkampf als ein Kernelement iberischer Kultur. Die Mehrheit der Katalanen dagegen hält den Stierkampf für Tierquälerei und außerdem für einen Ausdruck ortsfremder Elemente, die der eigenen kulturellen Identität grundsätzlich widersprechen. Nach einer langwierigen Debatte hatte das Regionalparlament in Barcelona also den Stierkampf verboten, das Verbot sollte 2012 in Kraft treten [7] (gut 20 Jahre zuvor hatten die kanarischen Inseln als erste Gemeinschaft Spaniens den Stierkampf verboten). Im Oktober 2016 hat dann aber das spanische Verfassungsgericht die Entscheidung des katalanischen Parlaments für ungültig erklärt [8]: die spanische Zentralregierung hatte den Stierkampf zuvor als „spanisches Kulturerbe“ deklariert, womit die Regionalregierung ihre Entscheidung den Stierkampf in Katalonien verbieten zu lassen zuvor vor Madrid hätte rechtfertigen müssen. Da der Stierkampf allerdings erst nach dem katalanischen Referendum zu einem Teil des nationalen Kulturerbes erhoben worden war, war die Begründung der Entscheidung des katalanischen Parlaments vor der Zentralregierung nicht erfolgt.

Dieser Sachverhalt diente als rechtliche Grundlage für die Annullierung des Verbots des Stierkampfs in Katalonien und hat dem Stierkampf außerdem, als Ausdruck traditionellen Machismos, mitsamt der Debatte um die Unabhängigkeit Kataloniens die Türen zu der so geschaffenen politischen Arena geöffnet. Denn die Zentralregierung hat die Frage der katalanischen Unabhängigkeit längst zu einem Nullsummenspiel gemacht, konnte unter den missbilligenden Augen der Europäischen Union durch die unverhältnismäßige militärische Kräfteverteilung der Spieler zwar die erste Runde für sich entscheiden, hat aber für die Unnachgiebigkeit einen hohen Preis gezahlt: auch Galizien, Navarra und das Baskenland haben einflussreiche separatistische Bewegungen, die durch die geschürten Bestrebungen Kataloniens nach Unabhängigkeit neuen Antrieb gewonnen haben. Zu erwähnen ist allerdings, dass die Gründung einer eigenständigen Republik des Baskenlandes auch französische Territorien und damit einen weiteren EU-Mitgliedstaat direkt betreffen würde. Der Präsident der Zentralregierung, Mariano Rajoy, rechtfertigt seine unverhältnismäßig harten Maßnahmen dagegen mit Artikel 155 der spanischen Verfassung und hat sich, um die Unterstützung der Bundesregierung buhlend, sogar auf Artikel 37 des deutschen Grundgesetzes berufen. Diese Artikel beziehen sich allerdings auf die Einhaltung vertraglicher Verpflichtungen (Bundespflichten), wobei eine rechtliche Auslegung der Kündigung eines Vertrages nicht zwingend als Verletzung eines bestehenden Vertrags dargestellt werden kann. Zudem steht der Auslegung des Artikel 37 der zweite Absatz von Artikel 1 des Deutschen Grundgesetzes gegenüber in dem es heißt: „Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“ Weiter heißt es in Artikel 26 [Friedenssicherung]: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören […] sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.“ [9] Ob es tatsächlich der katalanische Ex-Regierungschef Carles Puigdemont gewesen ist, dem eine entsprechende Handlungsweise angelastet werden kann, bleibt fraglich.

Donald Tusk dagegen folgt, wenn auch wesentlich diplomatischer und terminologisch eleganter, seinem amerikanischen Namensbruder und twittert: „I hope the Spanish government favours force of argument, not argument of force“ [10]. Eine Neuerung bei der Klärung der Standpunkte so wesentlicher politischer Fragen besteht indes nicht in der betont passiven Haltung der durch diesen „Tweet“ Ausdruck verliehen wurde; es ist vielmehr die Wahl des Kommunikationskanals des Präsidenten des weltweit einflussreichsten Staatenverbundes, der seine neutral höfliche Meinung „zwitschert“ und damit dem politischen Einflussbereich der Europäischen Union den Eindruck gewisser Praxisferne verleiht.

Als ich wenig später einen Kiosk betrat um eine Dose Guavensaft zu kaufen, standen mir in dem engen Geschäft plötzlich zwei außergewöhnlich große, attraktive und bewaffnete Soldaten gegenüber. Noch nie war ich in Barcelona einem bewaffneten Soldaten begegnet. Verblüfft starrte ich zu den beiden Männern hinauf bis mir endlich die Worte „tan grandes!“ über die Lippen kamen. Die beiden Männer, die anscheinend zum Anlass der politischen Ereignisse in Katalonien aus der iberischen Hauptstadt angereist waren, sahen zu mir herunter und erwiderten „pero no demasiado“. Ich lächelte, verzichtete aber auf den Abschiedsgruß denn den Anblick von Soldaten und deren Maschinengewehren in einem Kiosk im Zentrum von Barcelona wollte ich vergessen. Außerdem erschienen mir die Maßnahmen der Zentralregierung, zu denen die beiden Soldaten durch ihre Anwesenheit in der katalanischen Hauptstadt nun geworden waren, nicht nur zu groß sondern vollkommen unverhältnismäßig zu sein. Denn auch wenn Madrid die katalanische Regionalregierung abgesetzt hat, wird eine neu gewählte Regierung Kataloniens, um sich nicht gegen den Willen der eigenen Wählerschaft zu stellen, der Zentralregierung nur ein sehr begrenztes Maß an Loyalität entgegenbringen können. Denn die von Madrid durchgeführten Handlungen um die Gründung einer Republik Katalonien abzuwenden werden noch lange das kollektive Gedächtnis der autonomen Region Kataloniens und damit deren Beziehungen zur Zentralregierung prägen.

Berlin, den 30.10.2017

[1] © STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.; „Akademikerquote: Österreich in EU nur auf Rang 18“, 27.04.2017: http://derstandard.at/2000035854062/EU-Oesterreich-bei-berufsbildenden-Schulabschluessen-nur-auf-Rang-18

[2] CIA; THE WORLD FACTBOOK, EUROPE: GERMANY: https://www.cia.gov/library/publications/resources/the-world-factbook/geos/gm.html

[3] EL PAÍS, “Cataluña registra la cifra más baja de paro de los últimos seis años”, 22.10.2015: https://elpais.com/ccaa/2015/10/22/catalunya/1445498754_568382.html

[4] In der gesamten iberischen Halbinsel lag die Arbeitslosenquote 2015 bei 19,6%, wohingegen in Deutschland 4,6% der Bevölkerung als arbeitslos registriert wurden.

[5] Central Intelligence Agency, The WORLD FACTBOOK, EUROPE:SPAIN: https://www.cia.gov/library/publications/resources/the-world-factbook/geos/sp.html

[6] wikipedia.org; Euskadi Ta Askatasuna: https://de.wikipedia.org/wiki/Euskadi_Ta_Askatasuna

[7] LA VANGUARDIA, “El Parlament de Catalunya aprueba gracias al voto de CiU prohibir las corridas de toros a partir de 2012”; 28.07.2010: http://www.lavanguardia.com/politica/20100728/53973561269/el-parlament-de-catalunya-aprueba-gracias-al-voto-de-ciu-prohibir-las-corridas-de-toros-a-partir-de.html

[8] EL MUNDO, „El Constitucional anula la prohibición de los toros en Cataluña”; 21.10.2016: http://www.elmundo.es/cultura/2016/10/20/57f4cf5ee5fdea5e408b4611.html

[9] GRUNDGESETZ FÜR DIE BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND, Artikel 37 [Bundeszwang], Artikel 26 [Friedenssicherung]; Dr. Dieter Hömig und Prof. Dr. Heinrich Amadeus Wolf (Herausgeber), 11. Auflage 2016

[10] Die in Artikel 1 bis 20 definierten Gesetze sind nicht veränderbar und stehen in ihrem Wesensgehalt über den nachfolgenden gesetzlichen Bestimmungen.

 

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