Sonstiges.

09.08.2018, 09:01 Uhr, Birkbuschstr. Jobcenter Berlin Steglitz (Warteraum):

Während ich in der Wartezone sitze kommt eine Mitarbeiterin des Jobcenters hinein und sagt: „Frau Reimer?“ ich reagiere nicht (da ich dabei bin mir die Schuhe zuzubinden und mich, obwohl ich allein in der Wartezone sitze, mich von dieser Anrede nicht angesprochen fühle). „Frau Reimer?“ fragt die Frau wieder. Ich reagiere noch immer nicht. „Sind Sie Frau Reimer?“ Ich finde das Verhalten der Dame seltsam und reagiere auch jetzt nicht. Wäre ich „Frau Reimer“ hätte ich bereits auf die erste Frage reagiert. Als ich wenig später bei meiner zuständigen Sachbearbeiterin sitze kommt dieselbe Frau in das Büro der Sachbearbeiterin und gibt an „später“ mit der für mich zuständigen Sachbearbeiterin reden zu müssen.

Während des Gesprächs dann nennt die Sachbearbeiterin mich eine „Fast-Fachkraft“ woraufhin ich die Frau anspreche. Sie gibt an sich versprochen zu haben (die Frau ist ansonsten sehr sachlich und eher distanziert und spricht sehr deutlich. Außerdem verspricht sie sich normalerweise nicht).

Weiterhin gibt sie an, dass ich das „Bildungsziel“ der „Bildungsmaßnahme“ nicht erreicht hätte. Ich weise Frau G. freundlich darauf hin, dass ich die mir angetragenen Prüfungen mit Auszeichnung bestanden hatte und die vorzeitige Beendigung der Bildungsmaßnahme durch den Bildungsträger ausgegangen war (wobei der Bildungsanbieter faktisch vertragsbrüchig geworden war). Frau G. möchte mir das Wort verbieten und gibt an über diesen Sachverhalt nicht „diskutieren“ zu wollen. Ich antworte, dass man mir zumindest die Möglichkeit geben sollte zu dem unterstellten Sachverhalt Stellung zu nehmen und dass ich den durch den Bildungsträger vorgenommenen Vertragsbruch detailliert protokolliert hatte. Weiterhin gibt die Sachbearbeiterin an, dass es eigenartig sei, dass ich noch kein neues Beschäftigungsverhältnis gefunden hätte. „Das ist sehr eigenartig“ stimme ich ihr zu, „zumal ich verhältnismäßig qualifiziert bin“ und weiter ergänze ich dass ich anfänglich bis zu dreißig Bewerbungen in einem Monat verfasst hatte und erstaunlicherweise nur Resonanz aus dem Ausland erhalten hatte (mit einer Ausnahme die aufgrund der räumlichen Entfernung des Unternehmens und der zeitlichen Begrenzung des möglichen Arbeitsvertrags schwerlich umsetzbar erschien). Woran das liegen könne will die Sachbearbeiterin von mir wissen, ob vielleicht meine „Bewerbungsunterlagen“ überholt /bzw. veraltet sein könnten. Ich gebe an, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich die förmliche Ausrichtung von Bewerbungsschreiben innerhalb des fraglichen Zeitraums grundlegend geändert haben könnte eher gering bzw. fast auszuschließen sei. Zumal gerade in den letzten Monaten Anfragen und Arbeitsangebote von internationalen Unternehmen aus dem Ausland eingegangen waren. Woran es dann liegen könnte will die Sachbearbeiterin von mir wissen. „Das weiß ich auch nicht“ antworte ich, „allerdings habe ich in diesen Zusammenhängen eigene Theorien denen wir im Rahmen unserer Zusammenarbeit wohl eher nicht nachgehen können.“ „Ich will Sie ja nicht ärgern“ sagt die Sachbearbeiterin zu mir. „Davon gehe ich aus“ antworte ich lächelnd, „ärgerlich ist es aber trotzdem.“ Was ich denn ärgerlich fände, fragt mich Frau G. überrascht. „Nun ja, wissen Sie, sich als ‚Fast-Fachkraft‘ mit akademischem Abschluss, internationaler Projekterfahrung, einschlägigen IT-Kenntnissen und mehreren Fremdsprachen über einen solchen Zeitraum vergeblich um ein Angestelltenverhältnis zu bemühen und unter der Armutsgrenze leben zu müssen macht ärgerlich.“

08.08.2018, 19:45 Uhr, Berlin 14109 (während eines Spaziergangs im Wald):

Ein schwarzer Audi (Cabrio) ist mit überhöhter Geschwindigkeit (ca. 50 km/h) über einen ansonsten von Spaziergängern genutzten Waldweg gefahren. Durch die unverhältnismäßige Geschwindigkeit auf einem Fußgängerweg ging durch das Fahrzeug ein erhöhtes Risiko aus, zumal in diesem Waldabschnitt intensiver Wildwechsel besteht. Zusätzlich hatte der PKW auf diesem Weg kein ersichtliches Ziel (denn der Weg führt weiter in den Wald und auf weitere Spazierwege).  Nachdem wir den Wald auf dem Rückweg ca. 25 Minuten später verließen und auf dem Parkplatz am Kronprinzessinnenweg (der an den Wald grenzt) ins Auto gestiegen waren, fuhr derselbe PKW hinter unserem PKW aus dem Wald und hinter uns her auf der asphaltierte Straße entlang. Dabei notierte ich die Kennzahl des PKWs:—-.

Als wir uns (noch im Wald) auf dem Rückweg befanden stand auf der linken Seite eines schmalen Weges (den wir gekommen waren und der zum Parkplatz auf dem unser PKW stand) ein Mann in einem ärmellosen schwarzen T-Shirt und boxte ununterbrochen in die Luft. Der Mann trug schwarze Boxerhandschuhe. Ansonsten waren wir während des Spaziergangs nur einem anderen Spaziergänger begegnet und es befanden sich keine weiteren Personen in der Umgebung. Daher liefen wir, um eine Begegnung mit der Person zu vermeiden, einen Parallelweg entlang (auf dem wenig später der schwarze Audi aus dem Wald gefahren kam) und betraten den Parkplatz durch an den Parkplatz angrenzendes Dickicht.

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